
Indonesien hat offiziell ein Exportabkommen mit der Türkei über den Erwerb von 48 Exemplaren des fünften Generation Kampfjets KAAN unterzeichnet, der von Turkish Aerospace Industries (TAI) entwickelt wurde.
Die Vertragsunterzeichnung erfolgte während der Rüstungsmesse IDEF25 in Istanbul und stellt den größten Exportvertrag in der Geschichte der türkischen Verteidigungsindustrie dar.
Die Fachzeitschrift TurDef berichtete, dass mit der Vertragsunterzeichnung alle notwendigen Formalitäten für den Export der Jets nach Indonesien abgeschlossen wurden.
+ Thailand setzt in der Ukraine hergestellte BTR-3E1-Panzerfahrzeuge an der Grenze zu Kambodscha ein

Strategische industrielle Partnerschaft
Bereits im Juni war ein Memorandum of Understanding (MoU) auf der Messe “Indo Defense 2025” unterzeichnet worden, das die Lieferung der 48 Kampfjets sowie die Beteiligung lokaler Unternehmen am Produktionsprozess vorsieht.
In Indonesien, wo TAI bereits ein Büro betreibt, sollen neue Produktionsstätten entstehen, um den Lokalisierungsprozess zu beschleunigen. Im Rahmen der Partnerschaft unterzeichnete TAI Vereinbarungen mit den indonesischen Firmen PT Republik Aero Dirgantara und PT Dirgantara Indonesia zur Zusammenarbeit in der Fertigungstechnik und zum Technologietransfer.
Laut dem MoU soll die Auslieferung der Kampfjets über einen Zeitraum von 120 Monaten (10 Jahre) erfolgen. Der Gesamtwert des Projekts übersteigt 10 Milliarden US-Dollar.
KAAN: Der türkische Kampfjet der fünften Generation
Der KAAN, zuvor bekannt als MMU (Milli Muharip Uçak) oder TF-X, wurde offiziell am 1. Mai 2023 benannt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Jets mit geringer Radarsignatur, hoher Manövrierfähigkeit und fortschrittlichen Systemen, darunter ein Bordradar und elektrooptische Sensoren.
Der Erstflug des Prototyps fand im Februar 2024 statt, nachdem im März 2023 mit Bodentests begonnen worden war. Das Flugzeug startete zusammen mit einer F-16D der türkischen Luftwaffe und absolvierte seinen Erstflug erfolgreich, wobei es mithilfe eines Bremsschirms landete.
Bis Ende 2026 ist die Produktion von drei MMU-Block-Prototypen geplant, ein Block-I-Prototyp soll bis 2029 folgen. Der KAAN gilt als möglicher Ersatz für die derzeit von der türkischen Luftwaffe eingesetzten F-16.
Türkei baut Flugzeugexporte weiter aus
Der Vertrag mit Indonesien stärkt die Position der Türkei als aufstrebender Rüstungsexporteur. Kürzlich unterzeichnete auch Spanien einen Vertrag über den Kauf von 30 HÜRJET-Trainingsjets für seine Luftwaffe – ein weiteres Zeichen für das wachsende internationale Interesse an TAI-Technologien.
Quellen: TurDef | Militarnyi | X @SavunmaSanayii. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
